Der Wolpertinger: Ein bayerisches Urgetier

Wolpertinger im Wald
Wolpertinger Alperius Nagus

Entstehung des Wolpertinger

Über die Entstehung des Wolpertingers gibt es viele Theorien. Die wahrscheinlichste ist aber, dass junge Burschen im frühen Mittelalter, als es noch keine geschickten Jagdwerkzeuge gab, die einheimischen Tiere mit Bier betäubten. Dazu stellten sie in den Wäldern kleine Näpfe mit einem Gemisch aus Brot und Bier auf, welches die Tiere dann aßen. Dadurch torkelten sie betrunken durch den Wald und verloren ihre natürliche Scheu. So konnten die Männer die Tiere leichter einfangen bzw. erlegen. Einige der Tiere verloren durch das starke bayerische Bier, welches zu der damaligen Zeit von Mönchen gebraut wurde, alle Hemmungen. Sie paarten sich wird durcheinander mit Tieren anderer Gattungen. So entstand der Wolpertinger.
Wolpertinger Flachlandus Entoschnabulus

Wie man einen Wolpertinger fängt

Wer es doch darauf anlegen möchte, der muss bei Vollmond auf einer dreieckigen Wiese eine kleine Holzkiste aufstellen mit einer weißen und einer blauen Kerze drin. Um den Wolpertinger in die Kiste zu locken, kann man ein Stück Breze oder Weißwurscht auf einen Teller legen. Befindet sich der Wolpertinger in der Kiste verschließt man diese schnell. P.S. Einem Preiß wird es nie gelingen, einen Wolpertinger zu fangen, schließlich sind sie für diese unsichtbar und außerdem riecht der Wolpertinger einen Preißn schon kilometerweit und sucht meistens dann das Weite.

Der Wolpertinger als Orakeltier

Schon im Mittelalter fragten junge Frauen und Männer den Wolpertinger um Rat. Hierzu sollte man sich in bayerischer Tracht um Mitternacht in einer Waldlichtung aufhalten. Als Opfergabe sollte man eine Maß und einen Teller mit einer Auswahl an bayerischen Speisen ins Unterholz stellen. Nachdem sich der Wolpertinger daran gestärkt hat kommt er langsam aus dem Unterholz gekrochen und man kann ihn befragen. Dann ist er auch nicht mehr gefährlich, da ihn das bayerische Bier milde stimmt. Wer nicht so viel Aufwand betreiben möchte, der kann auch unseren Wolpertinger Orakel befragen