Bayerische Redewendungen: Das Wörtchen "fei"

"Wenn das Wörtchen fei nicht wär, wär die Welt fei ganz schön leer." Wir Bayern sind Meister der Satzfüllkunst! Satzfüllkunst, noch nie gehört? Des is fei aller Hand!! Tja woher kommt dieser nette kleine Satzfüller? Wir wissen es ehrlich gesagt auch nicht so genau. Fakt ist dass wir dieses Wort lieben! Schmiegt es sich doch hervorragend in fast jeden Satz ein. Durch seine Verwendung bekommt der Satz einen gewissen Unterton welcher die individuelle Aussage noch mehr verstärkt. So ist das Wort "fei" das Chamäleon der bairischen Satzfüller!


Ein echter Bayer verwendet "fei" rein nach Bauchgefühl. Er denkt nicht darüber nach wann und wie er es gebraucht. Für den Nicht-Bayer bedeutet dies dass man Sätzen mit "fei" einfach mehr Beachtung schenken muss. So hat ein "Das ist fei verboten!" mehr Gewicht als ein reines "Das ist verboten!". Dadurch kann es gut sein, dass man sich einfach schneller "eine fangt" (eine Ohrfeige einfängt), wenn man die verschärfte Warnung nicht versteht. Somit ist es ratsam verstärkt auf den emotionalen Unterton von "fei"-Sätzen zu achten. Beliebte Verwendungsbeispiele aus dem bayerischen Alltag: