Bayerische Biergartenkultur

Biergarten | Bayern
Biergarten mit Kastanienbäumen, Holztischen- und Bänken sowie einem Kiesboden. Bild: Markus Bormann/Fotolia.com
Da es sich bei den Bierkellern lediglich um einen Bierausschank und keinen Gastronomiebetrieb handelte, brachten die Münchner ihre eigene Brotzeit mit. Auch wurde am 04. Januar 1812 zum Schutz der kleinen Münchner Bierbrauer das Gesetz verhängt, dass die großen Bierkeller rund um München auch weiterhin nur Bier aussenken und lediglich Brot verkaufen durften. Somit war sichergestellt dass die Existenz der kleinen Betriebe durch eine übermäßige Abwanderung der Gäste nicht gefährdet wurde. Obwohl es dieses Gesetz heute nicht mehr gibt und jeder Biergarten neben Bier eine reichliche Auswahl an bayerischen Speisen anbietet ist es nach wie vor erlaubt sein eigenes Essen mitzubringen. Nur das Bier muss vor Ort gekauft werden. Das besondere Ambiente des Biergartens macht diesen zum Lieblingsort der Bayern. Er ist das perfekte Ausflugsziel bei Radtouren und Wanderungen oder der Ort der Entspannung nach einem langen Arbeitstag. Jeder der schon mal an einem lauen Sommerabend in einem Biergarten war, der kennt das Gefühl tiefer innerer Zufriedenheit welches sich hier über die bayerische Seele legt.
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